Schweizer Solarpreis 2017: Die Gewinner

Hier stellen wir Ihnen sämtliche Schweizer Solarpreisträger/innen des Jahres 2017 vor. Die folgenden Projekte wurden am 20. Oktober 2017 in der Palexpo Genf mit dem Schweizer Solarpreis 2017 ausgezeichnet. Eine Zusammenfassung aller Projekte finden Sie in der Schweizer Solarpreispublikation 2017.

Sie können die Solarpreispublikation 2017 in unserem Shop bestellen oder als PDF in verminderter Auflösung ansehen. Die Publikation der Solarpreis-Bilder ist ausschliesslich unter der Quellenangabe "Schweizer Solarpreis 2017" gestattet. (Bei Nichteinhalten dieser Vorgaben werden CHF 5000.- in Rechnung gestellt). 

 

Preis-Gewinner-Liste

Beat Gerber, Zentralsekretär SSES, 1595 Faoug/VD

Kategorie A

Beat Gerber gehört zu den wichtigsten finanz-strategischen Persönlichkeiten für die Solarenergie in der Schweiz. 32 Jahre lang amtete er als umsichtiger Zentralsekretär der Schweizerischen Vereinigung für Solarenergie (SSES) in Bern. Er suchte nie den grossen Auftritt; umso effizienter wirkte er im Hintergrund, sei es bei der Tour de Sol und der Alpinen Solarmobil-Europa-Meisterschaft 1985 bis 1995 oder bei der Überwachung der SSES-Finanzen und für die Schweizer Solarpreise während 26 Jahren.

Anne Kreutzmann, Chefredaktorin PHOTON, Berlin

Kategorie A

Anne Kreutzmann ist seit 20 Jahren Chefredaktorin des im deutschsprachigen Europa wohl bekanntesten Solarmagazins PHOTON. Vor über 20 Jahren baute sie dieses auf. Monatlich werden die solarinteressierten Leserinnen und Leser jeweils mit 60 bis 120 Seiten über die weltweite Forschung, Rechtsetzung, den Vollzug, die lokale Umsetzung und Nutzung der Solarenergie vorbildlich informiert.

Ruedi Lehmann, Solarpionier, 3997 Bellwald (VS)

Kategorie A

Ruedi Lehmann setzt sich seit vielen Jahren auf persönlicher, beruflicher und politischer Ebene im Solothurner Kantonsrat für die Nutzung der Solarenergie ein. Mit neuartigen Projekten, wie dem Bau der ersten netzgekoppelten PV-Anlage auf Lawinenüberbauungen 2012, zeigt er, dass die Solarnutzung auch in Berggebieten im Winter möglich ist. Als Lehrer an der Metallbautechnikerschule in Basel und Initiant der Plattform solar-metallbau.ch sowie Projekten mit Umweltschutzorganisationen gibt er sein Wissen und seine Begeisterung für die Solarenergie weiter.

Eva und Stephan Leutenegger, 8700 Küsnacht/ZH

Kategorie A

Mit ihrer Firma «Leutenegger Energie Control» bauen Eva und Stephan Leutenegger Solaranlagen und entwickeln Leistungselektronik, wie z.B. den Kleinwechselrichter EinStein, den LEC-Flasher zur Qualitätsprüfung bei PV-Herstellern sowie andere innovative Lösungen zur Installation von PV-Anlagen. Stephan Leutenegger widmet sich auch Solarbooten: Er lieferte die Solartechnik für die Sun21, das erste Solarboot, welches 2007 erstmals ausschliesslich solarbetrieben mit Martin Vosselers Team den Atlantik überquerte.

SI-REN SA – Les énergies renouvelables de Lausanne, 1003 Lausanne (VD)

Kategorie A

Die SI-REN SA, die zu 100% der Stadt Lausanne gehört, hat sich zum Ziel gesetzt, jährlich 100 GWh erneuerbare Energien zu erzeugen. Dies möchte sie mit Hilfe von Photovoltaik-, Wind-, Biomassen- und Geothermieanlagen erreichen. Bis im Jahr 2016 wurden 36 Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Schulen, Sporthallen, Gewerbe- und Bürogebäuden installiert. Eine Anlage produziert durchschnittlich 230'000 kWh/a, insgesamt sind es ungefähr 8 GWh/a. Weitere 37 PV-Projekte sind zurzeit in Planung.

SIG (Services Industriels de Genève), 1211 Genf/GE

Kategorie A

Die «Sablière» in Satigny/GE ist ein ambitiöses und zukunftsgerichtetes Projekt: Eine Mieter-Eigenverbrauchsgemeinschaft nutzt den Strom des Daches Ihres Gewerbebaus. Die PV-Anlage produziert 370'000 kWh pro Jahr. Dank eines Optimierungssystems liegt der Eigenverbrauch bei 45%. Die Software SMART ermöglicht über eine Plattform die Steuerung des Eigenverbrauchs sowie die genaue Abrechnung des Energieverbrauchs jedes Mieters.

Solare Eissport- und Fussballarena Tissot, 2500 Biel/BE

Kategorie A

Die weltweit grösste stadionintegrierte Solaranlage überspannt das Dach des Fussballstadions, der Eissport- und Curlinghalle inkl. Mantelnutzung der Tissot Arena in Biel. Die 2.1 MW starke PV-Anlage erzeugt gut 2.1 GWh/a Strom. Damit deckt sie 58% des Gesamtenergiebedarfs von 3.6 GWh/a. Das stadtplanerische Engagement, die solare Gebäudeenergie dort zu generieren, wo sie am meisten benötigt wird, ist vorbildlich und wegweisend für alle Schweizer Städte und Gemeinden.

Sahay Solar Verein Schweiz, 4054 Basel/BS

Kategorie A

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 fördert der Sahay Solar Verein Schweiz die Photovoltaiktechnik in Äthiopien. Der gemeinnützige Verein unterstützt die Ausbildung von Lehrpersonen und Studierenden und sorgt für die Installation von Solaranlagen für Schulen und Krankenstationen. Dabei arbeitet er mit der Technischen Universität von Arba Minch (AMU) in Äthiopien, der Tessiner Fachhochschule (SUPSI) und der Hochschule Luzern (HSLU) zusammen. Bisher konnten u.a.

144%-PEB-EFH Schneller/Bader, 7015 Tamins/GR

Kategorie LNFSA

Dieses Einfamilienhaus (EFH) in Tamins/GR besticht durch eine perfekt integrierte, gegen Süden gerrichtete PV-Anlage. Die geschuppten Dachflächen mit monokristallinen Solarzellen sind farblich homogen gestaltet und vorbildlich first-, seiten- und traufbündig integriert. Dadurch fügt sich das PlusEnergie-EFH ideal in das bestehende Ortsbild von Tamins ein. Die 17 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich 22’800 kWh/a und deckt den Gesamtenergiebedarf des PlusEnergie-EFH zu 144%. Das Gebäude weist einen Solarstromüberschuss von 6’920 kWh/a auf.

108%-PEB-Schulanlage Bündtmättli, 6102 Malters/LU

Kategorie LNFSA

Das neue Schulhaus in Malters wurde im Oktober 2016 in Betrieb genommen. Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes liegt bei 122’400 kWh/a. Für Warmwasser und Beheizung sorgt eine solarbetriebene Wärmepumpe. Auf dem Dach der Schulanlage wurde eine sorgfältig gestaltete PV-Anlage installiert. Die Details von Lukarnen, Abschlüssen und der Grat des flachgeneigten Daches sprechen für sich. Die dachintegrierte 135 kW starke PV-Anlage erzeugt rund 132’700 kWh/a. Daraus resultiert eine Eigenenergieversorgung von 108%. Gerade Schulhausbauten haben eine vielschichtige Vorbildfunktion.

172%-PEB-Dreifamilienhaus Kyburz, 8487 Zell/ZH

Kategorie PEB

Das Dreifamilienhaus der Familie Kyburz-Graber in Zell/ZH wurde nach der Typologie eines Flarzhauses entworfen und fügt sich sehr gut in die denkmalgeschützte Dorfkernzone ein. Dank seiner energieeffizienten Bauweise nach Minergie-P-Standard und einer Erdsonden-Wärmepumpe konsumiert der Ersatzneubau nur rund 15’300 kWh/a. Die 25 kW starke PV-Anlage auf der Südseite des Daches ist vorbildlich integriert und erzeugt 26’300 kWh/a. Damit produziert der PlusEnergieBau 72% mehr Energie, als er im Jahresdurchschnitt gesamthaft benötigt.

166%-PEB Galliker Transport, 6246 Altishofen/LU

Kategorie PEB

Die Galliker Transport AG erstellte 2016 die 606 kW starke PV-Anlage in Altishofen/LU. Sie besticht durch ihre Multifunktionalität: Neben der Stromproduktion auf dem Dach schützt sie die Geschäftslokalitäten vor Regen, Schnee, Sonne, Hagel und Sturm. Die Spezialkonstruktion ist vollständig wasserdicht und optimal in die Gebäudehülle integriert. Der fliessende Übergang der Dach- und Fassadenmodule zeigt, wie elegant und ästhetisch ansprechend die PlusEnergieBau-Solararchitektur sein kann.

156%-PEB Caotec – Haustechnik, 7743 Brusio/GR

Kategorie PEB

Der in den 70er Jahren in Brusio/GR erstellte Gewerbebau ist seit März 2016 energetisch und architektonisch vollständig renoviert und in einen PlusEnergieBau verwandelt worden. Der Gesamtenergiebedarf konnte von 112’600 kWh/a um 80% auf 22’300 kWh/a gesenkt werden. Die 315 m2 grosse 40 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich rund 23’200 kWh und wird seit Mai 2017 mit einem Windrad und 21 kW Stromspeicher ergänzt. Der Bürobereich ist nicht mehr an das Stromnetz angehängt und damit energieautark. Die 67 m2 Hybridkollektoren liefern 11’700 kWh/a thermische Energie.

HEV-Sondersolarpreis: 125%-PEB-Sanierung EFH Luder, Uetendorf/BE

Sondersolarpreise

Dank umfassender Wärmedämmung und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach entstand aus dem EFH Luder in Uetendorf/BE ein PlusEnergieBau. Dies geschah dank der Überzeugungskraft des Planungsteams. Die ideal Ost-West ausgerichtete Photovoltaikanlage von 15 kWp generiert einen jährlichen Ertrag von 19’000 kWh. Dieser vermag den Gesamtenergiebedarf zu 125% zu decken. Die Sanierung des EFH Luder zeigt exemplarisch auf, wie es möglich ist, mit beschränkten Mitteln ein Einfamilienhaus nachhaltig und unter Berücksichtigung der noch funktionierenden Bauteile zu erneuern.

687%-PEB-EFH Keller, 3115 Gerzensee/BE

Kategorie PEB

Das Einfamilienhaus (EFH) Keller in Gerzensee/BE ist nach Minergie-P-Eco-Richtlinien erstellt und seit dem 1. Oktober 2016 bewohnt. Die 29 kW starke, nach Nord-Süd ausgerichtete PV-Anlage mit monokristallinen Solarzellen erzeugt jährlich rund 34’100 kWh. Dank der ausgezeichneten Wärmedämmung, der passiven Sonnennutzung über Fenster und Fassade und einer solarbetriebenen Wärmepumpe beträgt der Eigenenergiebedarf lediglich 5’000 kWh/a. Daraus resultiert die bisher höchste in der Schweiz gemessene PEB-EFH-Eigenenergieversorgung von 687%.

237%-PEB-MFH Schefer, 8843 Oberiberg/SZ

Kategorie PEB

Der PlusEnergieBau (PEB) auf über 1’100 m ü. M. in Oberiberg/SZ beherbergt vier Wohnungen. Die nach Ost-West ausgerichtete PV-Anlage erzeugt jährlich rund 46’300 kWh. Die zu 60 Grad geneigten 36 m2 Solarkollektoren liefern 12’900 kWh pro Jahr und sorgen im Winter für eine optimale Warmwasserversorgung. Ein Wintergarten reduziert zusätzlich auch die Energieverluste. Insgesamt produziert der PEB 59’200 kWh/a und erreicht eine Eigenenergieversorgung von 237%. Daraus resultiert ein Solarstromüberschuss von 34’200 kWh/a für das öffentliche Netz.

213%-PEB-Sanierung EFH HaRihs, 3400 Burgdorf/BE

Kategorie PEB

Die Familie HaRihs sanierte 2015 das 1966 erstellte Einfamilienhaus in Burgdorf/BE. Mit einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie verwandelten sie das EFH in einen vorbildlichen Plus-

208%-PEB-EFH und Büro Güller, 5436 Würenlos/AG

Kategorie PEB

Das Einfamilienhaus Güller in Würenlos/AG hat dank einer Erdsonden-Wärmepumpe, einem Homeserver und sparsamen LED-Lampen einen besonders tiefen Gesamtenergiebedarf von 8’840 kWh/a. An der Ost-, Süd- und Westfassade wurden je ca. 6 kW starke PV-Anlagen vorbildlich in die Gebäudehülle integriert. Zusammen mit der nach Ost-West gerichteten Dachanlage ergibt sich eine perfekte Verteilung der produzierten Solarenergie des PlusEnergieBaus (PEB) über den ganzen Tag. Rund 65% des Solarstroms werden vor Ort gebraucht.

190%-PEB-EFH Zaugg, 3600 Thun/BE

Kategorie PEB

Das Einfamilienhaus (EFH) von Anita und Christoph Zaugg in Thun/BE wurde Ende Januar 2017 fertiggestellt. Die 116 m2 grosse und 19 kW starke PV-Anlage ist perfekt in das Ost-West-Gibeldach integriert und erzeugt jährlich 17’600 kWh. Um eine möglichst positive energetische Bilanz ziehen zu können, wurde zur PV-Anlage eine Wärmepumpe installiert. Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes liegt bei rund 9’250 kWh pro Jahr. Dadurch ergibt sich ein Solarstromüberschuss von 90% oder 8’330 kWh/a, der ins öffentliche Netz eingespeist wird.

176%-PEB-EFH Pfister/Schafroth, 3084 Wabern/BE

Kategorie PEB

Der EFH-Ersatzbau Pfister/Schafroth in Wabern wurde im März 2017 fertiggestellt. Dank der guten Wärmedämmung und der gegen Süden gerichteten Fenster ist er wesentlich energieeffizienter als die ersetzte Doppelhaushälfte von 1949. Der Ersatzneubau konsumiert 7’150 kWh/a. Eine solarbetriebene Wärmepumpe sorgt für die notwendige Wärmeversorgung. Eine west-ost-orientierte 9.9 kW starke PV-Anlage und 7.6 m2 Solarkollektoren generieren zusammen rund 12’600 kWh/a. Die PV-Anlage erzeugt rund 10’800 kWh/a und die Solarkollektoren liefern 1’800 kWh/a.

174%-PEB-Sanierung EFH Gasser, Niederhasli/ZH

Kategorie PEB

Das Doppel-Einfamilienhaus (DEFH) Gasser wurde 1967 erstellt und konsumierte vor der Sanierung 42’200 kWh/a. Dank der ausgezeichneten Minergie-P-Wärmedämmung, einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, A+++ Haushaltsgeräten sowie der ausschliesslichen Verwendung von LED-Lampen sank der Gesamtenergiebedarf um 63% auf 15’700 kWh/a. Die auf dem nach Nordost-Südwest ausgerichteten Giebeldach vorbildlich ganzflächig installierte PV-Anlage erzeugt jährlich 23’200 kWh/a.

156%-PEB-EFH Kaufmann, 3613 Steffisburg/BE

Kategorie PEB

Das Einfamilienhaus (EFH) der Familie Kaufmann in Steffisburg/BE wurde 2016 erstellt und Ende März 2017 bezogen. Auf der Südseite des Daches ist eine 10 kW starke PV-Anlage perfekt dachbündig und ganzflächig integriert. Sie erzeugt jährlich 11’300 kWh/a Strom. Der Gesamtenergiebedarf beträgt dank guter Dämmung, einer solarbetriebenen Wärmepumpe und energieeffizienten Haushaltsgeräten nur 7’240 kWh/a. Daraus resultiert eine Eigenenergieversorgung von 156%.

150%-PEB-Sanierung MFH Caviezel, 9500 Wil/SG

Kategorie PEB

Das in den 70er Jahren erbaute Mehrfamilienhaus (MFH) Caviezel in Wil/SG wurde saniert und um 294 m2 oder 84% erweitert. Das MFH konsumierte vor der Sanierung rund 76’500 kWh/a. Dank der Minergie-P-Dämmung und dem innovativen Lüftungskonzept sank der Gesamtenergiebedarf um 73% auf 20’800 kWh/a. Die dach-, first-, seiten- und traufbündig vorbildlich integrierte 30 kW starke PV-Anlage mit monokristallinen Solarzellen erzeugt 30’000 kWh/a und sichert zusammen mit dem Wärmegewinn der Lucido-Fassade einen jährlichen Energieüberschuss von 50%.

135%-PEB-Supermarkt Migros, 8580 Amriswil/TG

Kategorie PEB

Der Supermarkt Aachtal in Amriswil/TG ist bereits der zweite PlusEnergie-Supermarkt der Migros Ostschweiz. Die beiden 84 kW und 168 kW starken PV-Anlagen erzeugen insgesamt rund 268’200 kWh/a. Bei einem Energiebedarf von rund 198’900 kWh/a weist der Supermarkt eine Eigenenergieversorgung von 135% und einen Solarstromüberschuss von rund 69’300 kWh/a auf. Ästhetisch ansprechend, kundenfreundlich und wegweisend ist die transluzide PV-Anlage des Kundenparkplatzes: Einerseits stehen die Autos im Schatten, andererseits wird tagsüber keine künstliche Beleuchtung benötigt.

124%-PEB-MFH Ebneter, 9050 Appenzell/AI

Kategorie PEB

Das 124%-PEB-MFH Ebneter in Appenzell/AI wurde im Februar 2017 fertiggestellt. Das Minergie-P-Vierfamilienhaus konsumiert 24’300 kWh/a. Für Heizung und Warmwasser sorgt eine solarbetriebene Wärmepumpe. Das Gebäude ist rundum mit dach- und fassadenintegrierten PV-Paneelen ausgestattet. Die 294 m2 grosse PV-Anlage erzeugt mit 30’200 kWh/a gut 124% des Gesamtenergiebedarfs.

112%-PEB-Sanierung MFH Hächler, 7000 Chur/GR

Kategorie PEB

Das 1933 erstellte Mehrfamilienhaus (MFH) Hächler in Chur/GR wurde 2016 saniert. Dank einer neuen Dämmung und einer solarbetriebenen Erdsonden-Wärmepumpe konnte der Energiebedarf um 78% von 59’500 auf 13’300 kWh/a gesenkt werden. Die 15 kW starke PV-Anlage produziert rund 14’900 kWh/a. Damit verwandeln Anita und Raimund Hächler eine ehemalige Energieschleuder in einen MFH-PlusEnergieBau mit einer Eigenenergieversorgung von 112%. Mit dem Solarstromüberschuss von 1’600 kWh/a kann die Familie Hächler mit einem Elektrofahrzeug rund 15’000 km pro Jahr CO2-frei fahren.

106%-PEB-EFH Dürig, 3127 Lohnstorf/BE

Kategorie PEB

Das 2007 erbaute und suboptimal gedämmte EFH Dürig wurde 2016 mit PVT-Modulen (Photovoltaik-Thermie-Hybrid) nachgerüstet. Diese liefern gleichzeitig Strom und solare Wärme. Die 6 kW starke Photovoltaik-Anlage erzeugt 6’610 kWh/a Strom pro Jahr. Die 22 m2 grosse thermische Solaranlage produziert 3’930 kWh/a Wärme. Sie wird zur Unterstützung der Brauchwasseraufbereitung und für die Fussbodenheizung genutzt. Dadurch kann die bestehende Erdsonden-Wärmepumpe entlastet werden.

156%-PEB Haustechnik Eugster, 9320 Arbon/TG

Kategorie B

Im Dezember 2016 bezog die Haustechnik Eugster AG ihren Neubau in Steineloh in Arbon/TG. Auf den beiden Vordächern ist eine 66 kW starke transluzide PV-Anlage und an der Südfassade eine 10 kW starke PV-Anlage installiert. Dazu kommt eine 81 kW starke PV-Anlage, welche etwa die Hälfte des Flachdaches bedeckt. Insgesamt produzieren die 156 kW starken Anlagen jährlich 155’000 kWh. Eine 4.5 m2 grosse thermische Anlage erzeugt zusätzlich 1’500 kWh/a. Bei einem Gesamtenergiebedarf von 100’500 kWh/a resultiert daraus eine Eigenenergieversorgung von 156%.

150%-PlusEnergie-Fussballstadion, Schaffhausen

Kategorie B

Seit Ende Februar 2017 ist die vorbildlich integrierte PV-Anlage der Fussballarena im Schaffhauser Herblingertal in Betrieb. Die in den LIPO Park Schaffhausen integrierte 1.41 MW starke Photovoltaikanlage ist in der Schweiz und europaweit die grösste PlusEnergieBau-Anlage eines Fussballstadions. Sie erzeugt jährlich 1’290’000 kWh und deckt 150% des Gesamtenergiebedarfs von 860’500 kWh/a des Stadions inklusive Einkaufs- und Gewerbezentrum mit einer Energiebezugsfläche von 13’157 m2. Die multifunktionale PV-Anlage besticht im Innern durch eine elegante transluzide PV-Fläche.

Solares Hochhaus Grosspeter Tower, 4052 Basel/BS

Kategorie B

Der 21-stöckige Grosspeter Tower in Basel/BS verfügt über eine 440 kW starke PV-Anlage, die alle Fassadenseiten solar nutzt. Die gut integrierten Fassadenanlagen und die 100 kW starke Flachdachanlage weisen zusammen eine Leistung von 540 kW auf. Sie erzeugen jährlich insgesamt rund 252’000 kWh. Bei einem Gesamtenergiebedarf von 903’500 kWh/a resultiert eine Eigenenergieversorgung von 28%. Der Wärmebedarf des Gebäudes wird über solarbetriebene Erdwärmesonden gedeckt. Der Sockel des Gebäudes wird als Hotel, der Turm für Büroräumlichkeiten genutzt.

Solares Schulhaus «Le Suchet», 1854 Leysin/VD

Kategorie B

Im August 2016 wurde nach nur einem Jahr Bauzeit das neue Oberstufenschulhaus «Le Suchet» für 240 Schüler in Leysin (VD) eröffnet. Die 231 kW starke, vorbildlich in das Dach und zum Teil in die Fassade integrierte PV-Anlage produziert 225'200 kWh/a. Die Gebäudesubstanz und die Bedachung bestehen zum Grossteil aus Schweizer Holz. Eine Komfortlüftung in der Sporthalle sowie LED-Lampen tragen zur Energieeinsparung bei. Das Gebäude konsumiert 265'500 kWh/a (inkl. Erdgas) und weist somit eine Eigenenergieversorgung von 85% auf.

Pilotprojekt EW Jona-Rapperswil AG, 8645 Jona/SG

Kategorie B

Ein äusserlich schlichtes Wohn- und Geschäftshaus am Lattenhofweg 4 in Rapperswil-Jona/SG birgt grosses Potential für die Energiewende. Im dreistöckigen Neubau arbeitet das Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG (EWJR AG) mit der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) zusammen an der Eisspeichertechnologie. Ein intelligentes Zusammenspiel von Solarkollektoren, einer Wärmepumpe und einem Eisspeicher ermöglicht seit März 2017 eine alternative Wärmegewinnung, insbesondere an Orten, an denen keine Erdsonden verlegt werden können.

233%-PEB-Büro Christen, 3613 Steffisburg/BE

Kategorie B

Das Bürogebäude in Steffisburg/BE wurde konsequent auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien saniert. Eine gute Dämmung mit einer Heizung-Lüftung-Kombination und solarem Direktgewinn reduziert den Gesamtenergiebedarf um 80% von 32’200 kWh/a auf 6’490 kWh/a. Die 19 kW starke PV-Anlage ist nach Ost-West ausgerichtet und weist eine Eigenenergieversorgung von 15’200 kWh/a oder 233% auf. Mit dem Überschuss von 8’660 kWh/a könnten sechs Elektroautos jährlich rund 12’000 km CO2-frei fahren.

98%-MFH-Sanierung, 8057 Zürich/ZH

Kategorie B

Das Projektteam EcoRenova AG und die Architekten Viridén + Partner AG initiierten eine aktive Glasfassade, die sich gut in den städtischen Kontext einfügt. Die aktive Glasfassade weist eine Leistung von 190 kWp auf und erzeugt 86’000 kWh/a. Trotz einer Vergrösserung der Energiebezugsfläche um 758 m2 oder 36% gelang es, den Energiebedarf durch die Sanierung um 72% von 343’400 kWh/a auf 96’900 kWh/a zu senken.

Solare MFH-Sanierung Dubois, 8051 Zürich/ZH

Kategorie B

Das Appartmenthaus Dubois in Zürich wurde 1970 erstellt und konsumierte vor der Sanierung 351’000 kWh/a. Trotz der Vergrösserung der Energiebezugsfläche um gut 20% oder 384 m2 konnte der Gesamtenergiebedarf durch die Sanierung um 74% auf 91’000 kWh/a reduziert werden. Die 36 kW starke PV-Anlage auf dem Dach erzeugt jährlich 42’000 kWh. Die vorzüglich fassadenintegrierten thermischen Sonnenkollektoren erzeugen zusätzlich rund 24’200 kWh/a. Insgesamt weist das Gebäude damit eine Eigenenergieversorgung von 66’200 kWh/a oder 73% auf.

Solare Abtei St. Otmarsberg, 8730 Uznach/SG

Kategorie B

Oberhalb des Städtchens Uznach/SG hat die Abtei St. Otmarsberg 2016 eine 46 kW starke PV-Anlage auf der Klosterkirche errichtet. Die Anlage wurde als Erweiterung zu den beiden bisherigen Anlagen auf dem Scheunendach und dem Dach der Prokura auf dem gleichen Grundstück gebaut. Die PV-Anlage ist elegant in die 1988 erbaute Kirche integriert. Die Abtei St. Otmarsberg nutzt schon seit Jahren erneuerbare Energien. Sie erzeugt einen grossen Teil des Warmwassers seit über 20 Jahren durch Sonnenkollektoren.

Solares Parkhaus, F. Hoffmann-La Roche AG, Kaiseraugst

Kategorie C

Die zurzeit mit 404 kWp schweizweit leistungsstärkste Photovoltaik-Fassadenanlage des Parkhauses der F. Hoffmann-La Roche in Kaiseraugst/AG forderte die Fachplaner und PV-Installateure besonders heraus. An der Einfahrt nach Basel gelegen, überzeugt die Anlage ästhetisch mit einer sorgfältig integrierten Fassade. Sie ist ein Beispiel perfekter vorbildlicher Schweizer Solararchitektur. Die PV-Dachanlage erzeugt 205’100 kWh/a und die PV-Fassadenanlage 334’000 kWh/a. Zusammen produzieren beide PV-Anlagen 539’100 kWh/a.

Solarer Anbau, SBB Cargo, 4132 Muttenz/BL

Kategorie C

Der Vorplatz des bestehenden Servicegebäudes der SBB Cargo in Muttenz/BL wurde 2016 mit einem Dach und einer Fassade aus massgeschneiderten und optimal integrierten PV-Modulen ergänzt. Die transluziden Module lassen Tageslicht eindringen und tauchen die Kalthalle in ein angenehmes Licht. Die 76 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich rund 86’900 kWh. Damit deckt sie 17% des Gesamtenergiebedarfs des Gebäudes von rund 511’400 kWh/a.

Solares Berggasthaus Gamplüt, 9658 Wildhaus/SG

Kategorie C

Die Betreiber des Berggasthauses Gamplüt in Wildhaus/SG setzen verschiedene Technologien zur Energieerzeugung ein. Auf den Dächern, den Balkonen sowie an der Westfassade erzeugen Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 42 kWp jährlich rund 41’400 kWh, welche in das Netz eingespeist werden. Ergänzt wird die solare Energieversorgung durch eine 80 kW starke Windanlage. Diese liefert jährlich etwa 40’000 kWh/a Strom – auch abends und wenn die Sonne nicht scheint.