Schweizer Solarpreis 2020: Die Gewinner

Hier stellen wir Ihnen sämtliche Schweizer Solarpreisträger/innen des Jahres 2020 vor. Die folgenden Projekte wurden am 20. Oktober 2020 in Aarau mit dem Schweizer Solarpreis 2020 ausgezeichnet. Eine Zusammenfassung aller Projekte finden Sie in der Schweizer Solarpreispublikation 2020.

Sie können die Solarpreispublikation 2020 in unserem Shop bestellen oder als PDF in verminderter Auflösung ansehen. Die Publikation der Solarpreis-Bilder ist ausschliesslich unter der Quellenangabe "Schweizer Solarpreis 2020" gestattet. (Bei Nichteinhalten dieser Vorgaben werden CHF 5000.- in Rechnung gestellt).
 

Preis-Gewinner-Liste

Dr. Markus Real, Elektroingenieur, Schwyz, Bahia/BR

Kategorie A

Elektroingenieur Markus Real war 1981 der erste, dem es gelang Solarstrom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Er leitete damals am Eidg. Institut für Reaktorforschung, heute PSI, die neu geschaffene Einheit Solarkraftwerke und baute dort die erste netzgekoppelte Photovoltaikanlage. Später konstruierte er für Mercedes das technisch hervorragende Rennsolarmobil Alpha Real. Damit gewann er 1985 in Rekordzeit die weltweit erste Tour de Sol. Ein Jahr später lancierte Markus Real das Projekt «Megawatt», mit welchem 333 PV-Anlagen mit insgesamt 1 MW Leistung installiert wurden.

Prof. Armin Binz, Dozent FHNW, Baden/AG

Kategorie A

Architekt Armin Binz lehrt und forscht seit Jahrzehnten erfolgreich zum Thema Energieeffizienz. Er entwickelte an der ehemaligen Ingenieurschule beider Basel das Nachdiplomstudium Energie. Er war federführend beim Nullenergiehaus an der HEUREKA 1991 in Zürich. Prof. Binz lehrte ab 1993 an der Fachhochschule Nordwestschweiz und leitete das Institut Energie am Bau. Wegweisend ist seine Entwicklung des MINERGIE-P-Baustandards für die Kantone. Damit legte er den wichtigsten Grundstein für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Bis heute berät Prof.

«Klimaschule» von myblueplanet, Winterthur/ZH

Kategorie A

«Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule!» unter diesem Titel lancierte die Organisation myblueplanet das Programm «Klimaschule». Ziel ist,  Schülerinnen und Schüler aktiv und erlebnisorientiert an die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit heranzuführen und ihre Schulen energie- und CO2-effizienter zu machen. Der Bau einer Solaranlage auf ihrem Schulhausdach ist Teil des Programms. Bis Juni 2020 beteiligten sich 21 Schulen mit über 5’000 Schülerinnen und Schülern.  So sind Solaranlagen mit gut 1.5 MW Leistung installiert worden.

Internationales Olympisches Komitee (IOC), Lausanne/VD

Kategorie A

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bezog im Frühling 2019 am Seeufer des Genfersees seinen neuen Hauptsitz in Lausanne. Der 24'000 m2 grosse Neubau umfasst 500 Arbeitsplätze. Architektonische Details am Hauptgebäude sollen die Schlüsselelemente Bewegung, Flexibilität und Ausrichtung auf die Zukunft wiederspiegeln. Dabei bemühten sich die Verantwortlichen ein nachhaltiges und effizientes Energiesystem anzustreben. Eine 179 kW starke PV-Anlage erzeugt rund 200'000 kWh/a. Damit werden ca. 14% des Gesamtenergiebedarfs von 1.44 GWh/a gedeckt.

817%-PEB-EFH Brunner-Bapst, Waltensburg/GR

Kategorie LNFSA

Die Bauernfamilie Brunner-Bapst erstellte 2019 in Waltensburg/GR ein PlusEnergie-Einfamilienhaus mit der bisher höchsten Eigenenergieversorgung aller Schweizer Solarpreise. Das grosszügige, Ost-West ausgerichtete Satteldach schützt vor Wind und Wetter und produziert mit der perfekt integrierten 48 kW Photovoltaikanlage jährlich 40’200 kWh pro Jahr. Dank guter Dämmung, A+++ Haushaltgeräten und LED-Lampen beträgt der Gesamtenergiebedarf der Familie pro Jahr nur 4’900 kWh. Die Eigenenergieversorgung von 817% ist ein neuer PlusEnergieBau-Schweizer- und Weltrekord.

329%-PlusEnergie-EFH Moosweg, Riehen/BS

Kategorie LNFSA

Der PlusEnergie-Holzbau Moosweg in Riehen/BS zeigt das funktionierende Zusammenspiel von Architektur und Nachhaltigkeit. Eine vollflächig dachintegrierte 20.8 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich 21’500 kWh Strom. Der Strombedarf des Einfamilienhauses beträgt 6’500 kWh pro Jahr. Daraus resultiert ein jährlicher Solarstromüberschuss von 15’000 kWh oder ein 329%-­PlusEnergie-Haus.

233%-PlusEnergie-Verteilzentrum, Perlen/LU

Kategorie PEB

Das Solardach auf dem Logistikzentrum in Perlen ist so gross wie die Fläche von sechs Fussballfeldern. Die perfekt ins Dach integrierte 6.4 MW starke Solaranlage produziert 7.33 GWh Solarstrom pro Jahr. Das ist mehr als doppelt so viel wie das Verteilzentrum selbst verbraucht. Investorin des Grossprojektes ist die aventron AG Münchenstein. Die BE Netz AG konzipierte die ästhetisch beispielhaft Ost-West-ausgerichtete Solaranlage. Mit dem Solarstrom-Überschuss können rund 3’000 Elektroautos je 12’000 km pro Jahr CO2-frei fahren.

163%-PEB-Car House Galliker Transport AG, Altishofen/LU

Kategorie PEB

Die Firma Galliker Transport AG in Altishofen hat auf ihrem grössten Parkhaus ein riesiges Solarkraftwerk gebaut. Auf 10’700 m2 erzeugt die 1.97 MW starke PV-Anlage 1.76 GWh Solarstrom. Damit generiert sie mehr als doppelt so viel Solarstrom wie das Car House selber benötigt. Mit dem Solarstromüberschuss von 680’000 kW h/a können 485 Elektroautos je 12’000 km pro Jahr zurücklegen oder eine Flotte von 35 Elektro-LKW könnte täglich CO2-frei von Luzern nach Basel und zurück fahren.

123%-Min.P/PlusEnergie-Siedlung, Möriken/AG

Sondersolarpreise

Die Minergie-P/PlusEnergieBau-Siedlung mit 35 Wohnungen in Möriken ist wegweisend für die Zukunft. Die vier Mehrfamilienhäuser am Grabenweg sind gut gedämmt und weisen einen niedrigen Energieverbrauch auf. Die 164 kW starken PV-Anlagen auf den Flachdächern, an den Fassaden und auf den Terrassenbrüstungen erzeugen jährlich 157’800 kWh Strom. Der Strombedarf der ganzen PEB-Siedlung beträgt rund 130’200 kWh im Jahr. Die Eigenenergieversorgung beträgt somit 123%. Daraus resultiert ein Solarstromüberschuss von 27’600 kWh/a.

342%-PlusEnergie-EFH Meuwly, Pringy/FR

Kategorie PEB

Der Einfamilienhaus-Neubau in Pringy/FR ist optimal für Solarenergie ausgerichtet. Dank vorbildlicher Wärmedämmung von Dach und Wänden, beispielhaften U-Werten, LED-Beleuchtung und A+ Haushaltsgeräten benötigt der Holzbau bloss gut 6’800 kWh pro Jahr. Die gesamte Dachfläche ist mit einer optisch gut integrierten PV-Anlage ausgestattet. Die 24 kW starke Anlage produziert jährlich rund 23’500 kWh. Das Gebäude weist mit 342% die höchste Eigenenergieversorgung der Romandie für den Schweizer Solarpreis 2020 auf.

252%-PEB-MFH Lüthi, Urtenen-Schönbühl/BE

Kategorie PEB

Das im Jahr 2018 fertiggestellte Mehrfamilienhaus (MFH) besteht aus 6 Wohnungen, welche ökologische und ökonomische Ziele anstreben. Dank guter Wärmedämmung, solarer Architektur, Wärmerückgewinnung beim Duschwasser sowie Reduktion von Lüftungsverlusten weist dieses PlusEnergie-MFH einen Energiebedarf von bloss 25.5 kWh/m2a aus. Zwei PV-Anlagen auf dem Flachdach des MFH sowie eine auf dem angrenzenden Fahrzeugunterstand erzeugen 56’500 kWh Strom pro Jahr. Bei einem jährlichen Energiebedarf von 22’400 kWh bedeutet dies eine Eigenenergieversorgung von 252%.

252%-PEB-EFH Oldani/Wermelinger, Hägglingen/AG

Kategorie PEB

Den tiefen Energiebedarf verdankt das neu gebaute Einfamilienhaus (EFH) Oldani/Wermelinger in Hägglingen/AG dem beispielhaften Minergie-P-Standard. Deshalb benötigt das PlusEnergie-EFH jährlich bloss 8’700 kWh Strom. Die 21 kW starke ganzflächig dachintegrierte PV-Anlage erzeugt 22’000 kWh Solarstrom. Pro Jahr resultiert ein Solarstromüberschuss von 13’300 kWh. Damit weist das PlusEnergie-EFH Oldani/Wermelinger eine Eigenversorgung von 252% auf. Mit dem Solarstromüberschuss könnten neun E-Autos jährlich je 12’000 km CO2-frei fahren.

236%-PEB-Eventhaus Toggenburg, Wattwil/SG

Kategorie PEB

Das Eventhaus des Fördervereins Energietal Toggenburg ist schweizweit eines der ersten fahrbaren Gebäude mit Minergie-P-Baustandard. Im Jahr 2019 war es jeweils während einem Monat in jeder der 12 Toggenburger Gemeinden als «Infomobil» für die «2000-Watt-Gesellschaft» stationiert. Das fahrbare Minergie-P-Eventhaus zeigt auf, wie die Energieeffizienz, die Nutzung erneuerbarer Energien und die PlusEnergieBauweise auf kleinstem Raum umsetzbar ist. Eine 4.6 kW starke PV-Anlage generiert jährlich 3’700 kWh Strom pro Jahr an Dach und Fassaden.

234%-PEB-DEFH Laasner-von Wyl, Kägiswil/OW

Kategorie PEB

Die zwei verbundenen Doppeleinfamilienhäuser in Kägiswil/OW mit 4 Wohnungen wurden anfangs 2019 bezogen. Sie konsumieren 20’800 kWh Strom pro Jahr. Die beiden schön integrierten PV-Anlagen auf den Dächern mit je 25 kW Leistung sind in alle 4 Himmelsrichtungen orientiert. Sie erzeugen jährlich 48’600 kWh Strom. Damit weist der erste PlusEnergieBau des Kantons Obwalden einen Solarstromüberschuss von 27’800 kWh pro Jahr auf. Die Eigenenergieversorgung beträgt 234%. Damit könnten 20 E-Autos jährlich je 12’000 km CO2-frei fahren.

174%-PEB-MFH Areal Rüttimann, Tomils/GR

Kategorie PEB

Auf dem Wohnareal der Familie Rüttimann in Tomils/GR sind drei mit PV-Anlagen ausgestattete Gebäude - das Mehrfamilienhaus (MFH) Cresta, das Wohnhaus und Atelier Cafluri sowie ein Carport - zu einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) verschaltet worden. Das 2019 sanierte MFH Cresta ist mit einer fassaden- und perfekt dachintegrierten PV-Anlage versehen. Dank energieeffizienten Geräten und einer LED-Beleuchtung sank der  jährliche Energiebedarf von 21’600 kWh auf 14’540 kWh.

178%-PlusEnergie-EFH Ziegler, Altdorf/UR

Kategorie PEB

Das im Frühling 2019 fertiggestellte Einfamilienhaus (EFH) Ziegler in Altdorf/UR zeichnet sich durch einen niedrigen Energiebedarf von 24 kWh/m2a aus. Diesen verdankt es der guten Wärmedämmung mit tiefen U-Werten, welche den Minergie-P-Standard erfüllen. Dadurch beträgt der Jahresstromverbrauch des ersten PlusEnergie-EFH des Kantons Uri insgesamt 10’200 kWh. Die 17 kW PV-Anlage auf dem Flachdach erzeugt jährlich 18’100 kWh Solarstrom mit einem Überschuss von 7’900 kWh. Dies führt zu einer Eigenenergieversorgung des EFH von 178%.

169%-PEB EFH Sanierung Hiltpold, Thun/BE

Kategorie PEB

Das EFH der Familie Hiltpold in Thun/BE wurde 1946 gebaut. 1986 erfolgte ein Anbau und von 2015 bis 2019 eine umfassende energetische Sanierung. Vor der Sanierung konsumierte das EFH 46’130 kWh/a. Dank der guten Wärmedämmung und der LED-Beleuchtung sank der Gesamtenergiebedarf des Wohngebäudes auf 9’120 kWh/a. Die 15 kW starke ganzflächig integrierte PV-Dachanlage ist Süd-West ausgerichtet und produziert 15’400 kWh Strom im Jahr. Damit weist das EFH eine Eigenenergieversorgung von 169% auf.

165%-PEB-Werkhofsanierung, Neuhausen/SH

Kategorie PEB

Der Werkhof Chlaffenthal in Neuhausen am Rheinfall wird seit dem Frühling 2019 mit eigenem Solarstrom betrieben. Die bisherige fossile Energieversorgung von 460’000 kWh/a konnte auf knapp 127’000 kWh/a gesenkt werden. Die installierte Leistung der 4 PV-Anlagen von verschiedenen Gebäudedächern des Werkhofs beträgt insgesamt 217 kW. Dies führt zu einem jährlichen Stromertrag von 210’000 kWh. Bei einem Eigenbedarf von 127’000 kWh/a beträgt der Eigenenergieversorgungsgrad 165%. Der jährliche Solarstromüberschuss beläuft sich auf 82’600 kWh.

152%-PlusEnergie-EFH Weber, Kreuzlingen/TG

Kategorie PEB

Das Einfamilienhaus (EFH) Weber in Kreuzlingen wurde im Frühling 2020 fertig erstellt und bezogen. Die ganzflächig dachintegrierte 11.25 kW starke PV-Anlage ist Nord-Süd ausgerichtet. Jährlich erzeugt sie 11’300 kWh/a. Dank guter Wärmedämmung erreicht das EFH einen tiefen Energiebedarf von 7’400 kWh/a. Mit einer Eigenenergieversorgung von 152% wird das EFH zum 16. PlusEnergieBau (PEB) des Kantons Thurgau.

151%-PlusEnergie-Siedlung, Thônex/GE

Kategorie PEB

Homsphere erstellt in Thônex solares PlusEnergieBau-Quartier mit sechs PEB-Einheiten. Die sechs aneinander gereihten vorbildlich gedämmten Minergie-P-Einfamilienhäuser (EFH) mit einer 63.6 kW starken PV-Anlage auf den Flachdächern erzeugen 54’800 kWh/a Strom. Zusammen verbrauchen sie 36’200 kWh/a Strom. Das ergibt einen Solarstromüberschuss von 18’600 kWh/a. Die vorbildlich und umsichtig konzipierte PlusEnergieBau-Siedlung ist damit die erste PEB-Siedlung in der französischsprachigen Schweiz und überstrahlt mit ihrer ausgezeichneten Dämmung alle anderen.

139%-PEB-EFH Sanierung, Jona/SG

Kategorie PEB

Im Jahr 2019 wurde das Einfamilienhaus (EFH) in Jona/SG dank einer vorbildlichen Dachsanierung zum PlusEnergieBau. Die ganzflächig sorgfältig und passgenau integrierte 27.6 kW starke PV-Anlage generiert 26’800 kWh Solarstrom pro Jahr. Das PEB-EFH mit einem der elegantesten Dächern der Schweiz benötigt jährlich 19’300 kWh Strom. Mit dem Solarstromüberschuss von 7’500 kWh pro Jahr erreicht diese PEB-Sanierung eine Eigenenergieversorgung von 139%. Mit dem Solarstromüberschuss könnten fünf Elektrofahrzeuge jährlich 12’000 km CO2-frei fahren.

137%-PlusEnergieBau-Sanierung, Davos/GR

Kategorie PEB

Das EFH in Davos/GR wurde energetisch umfassend saniert. Neben der Wärmedämmung des Gebäudes und dem Einbau einer Erdsonden Wärmepumpe wurde eine dachintegrierte 15 kW starke PV-Anlage installiert. Vor der Sanierung konsumierte das Haus 38’800 kWh/a. Dank der Wärmepumpe und den Sanierungsmassnahmen sank der Gesamtenergiebedarf um fast 80% auf 8’000 kWh/a. Die PV-Anlage produziert rund 11’000 kWh/a. Damit weist das PEB-EFH eine Eigenenergieversorgung von 137% auf. Mit dem Stromüberschuss von 2’960 kWh/a können zwei E-Autos je 12’000 km pro Jahr CO2-frei fahren.

130%-PlusEnergie-Siedlung, Niederuzwil/SG

Kategorie PEB

Auf einer ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niederuzwil ist seit 2019 ein Klimaschutzquartier mit sieben PEB-EFH realisiert. Fünf davon sind fertiggestellt und bezogen. Sie zeichnen sich durch sehr gute Dämmwerte zwischen 0.10 und 0.12 W/m2K mit Minergie-P-Baustandard aus. Dies führt zu einem niedrigen jährlichen Gesamtenergiebedarf von 48’200 kWh. Die PV-Anlagen auf den Dächern dieser fünf PEB erzeugen zwischen 11’400 und 13’400 kWh/a Solarstrom, zusammen 62’700 kWh Strom pro Jahr.

108%-PlusEnergie-EFH Sanierung, Buchrain/LU

Kategorie PEB

Die Familie Dillier bezog 2018 das 1981 erbaute EFH in Buchrain/LU und sanierte es anschliessend. Dank verbesserter Wärmedämmung und einer Erdsonden-Wärmepumpe wurde der  Gesamtenergiebedarf des EFH von rund 37’000 kWh/a auf 22’500 kWh/a reduziert. Die 30 kW starke PV-Anlage ist ganzflächig dachintegriert und produziert rund 24’220 kWh/a. Damit weist das EFH eine Eigenenergieversorgung von 108% auf. Mit dem Solarstromüberschuss von 1’700 kWh/a kann 1 E-Auto je 12’000 km pro Jahr CO2-frei fahren.

108%-PEB EFH Sanierung Revaz, Pont-de-la-Morge/VS

Kategorie PEB

Bei der Sanierung des Einfamilienhauses Revaz in Pont-de-la-Morge bei Sion/VS konnte der Energiebedarf von 73’800 kWh auf 28’300 kWh gesenkt werden. Dafür sorgen auf jedem Dach jeweils vorbildlich ganzflächig integrierte PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 35 kW. Zusammen generieren sie jährlich 30’600 kWh. Mit dem Solarstromüberschuss von 2’300 kWh pro Jahr erreicht diese PEB-Sanierung einen Eigenenergieversorgungsgrad von 108%. Der Solarstromüberschuss würde es einem grossen Tesla-Modell erlauben, problemlos 12'000 km/a zu fahren, ohne CO2 zu emittieren.

124%-PlusEnergie-EFH Casa Viez, Flims/GR

Kategorie B

Das Einfamilienhaus Casa Viez in Flims/GR ist ein Ersatzneubau aus einheimischem Holz, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Seine vorbildliche Wärmedämmung von mehr als 40 cm, sparsamste Haushaltgeräte und LED-Beleuchtung führen zu einem niedrigen Energiebedarf von rund 12’200 kWh pro Jahr. Die in die Fassade integrierte 4 kW PV-Anlage und die ganzflächig ins Dach integrierten 14 kW Solarpanels liefern jährlich zusammen über 15’000 kWh. Damit erreicht das zweistöckige Wohnhaus eine Eigenenergieversorgung von 124%.

109%-PlusEnergie-Supermarkt, Heiden/AR

Kategorie B

Der im November 2019 erbaute Supermarkt der Migros Ostschweiz in Heiden/AR verfügt über eine 114 kW starke, perfekt fassadenintegrierte und eine 148 kW PV-Dachanlage, die zusammen ca. 277’600 kWh/a produzieren. Dank der vorbildlichen Wärmedämmung, energieeffizienten Geräten, einer 100%igen LED-Beleuchtung und einer konsequenten Abwärmenutzung beträgt der Gesamtenergiebedarf der Migros Heiden insgesamt rund 254’000 kWh/a, für Einkaufszentren ein bemerkenswert niedriger Energiebedarf von bloss 149.4 kWh/m2a. Dieser wird zu 109% durch den Solarstrom gedeckt.

78% MFH Sanierung Weyerguet, Wabern/BE

Kategorie B

Der denkmalgeschützte Bauernhof Weyerguet in Wabern wurde 1842 erbaut. Die Sanierung des Guts umfasste die nachhaltige Umnutzung zu gemeinschaftlichem Wohnraum unter Beibehaltung des ländlichen Charakters. Die Wohn- bzw. Energiebezugsfläche wurde um fast ¾ vergrössert. Vor der Sanierung konsumierte das Haus rund 213’600 kWh/a. Dank der sehr guten Wärmedämmung von Dach, Boden und Wänden sank der Gesamtenergiebedarf um fast 80% auf 48’140 kWh/a. Die teilweise integrierte 37 kW starke PV-Dachanlage ist Ost-West ausgerichtet und produziert 37’600 kWh Strom im Jahr.

71% MFH-Sanierung Mesmerhaus, Ermatingen/TG

Kategorie B

Das im 17. Jahrhundert erbaute Mesmerhaus steht unter Denkmal- und Ortsbildschutz. Vor der Sanierung verbrauchte das Gebäude mit zwei Wohnungen gut 96’000 kWh pro Jahr. Mit der umfassenden Erneuerung und einem modernen Anbau in Holzelementbauweise sank der Endenergiebedarf um 87% auf jährlich 12’960 kWh; die CO2-Emissionen um rund 30 t pro Jahr. Erreicht wird dies dank guter Wärmedämmung, A+++ Haushaltsgeräten und LED-Beleuchtung. Die an der Südfassade installierte solarthermische Anlage und die dachintegrierte 9.4 kW starke PV-Anlage erzeugen zusammen rund 9’140 kWh pro Jahr.

17% MFH Sanierung Klybeckstrasse, Basel/BS

Kategorie B

Das in einer innerstädtischen Häuserzeile gelegene MFH an der Klybeckstrasse 8 in Basel-Stadt wurde 1897 erbaut und seit den 50er Jahren nicht mehr wesentlich renoviert. Mit wohnungsinternen Sanierungen wurde das bisher ungenutzte Mansardengeschoss über zwei Geschosse zu Wohnraum umgebaut. Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes vor der Sanierung betrug 92’000 kWh/a; nachher – mit 27% mehr Energiebezugsfläche und zwei neuen Wohnungen – 105’000 kWh/a. Das Dach wurde mit einer 22 kW starken, perfekt ganzflächig integrierten Ost-West ausgerichteten PV-Anlage versehen.

222%-PEB-DEFH Sanierung Grunder, Brienz/BE

Sondersolarpreise

Seit mehreren Generationen ist das DEFH Grunder in Familienbesitz und erlebte so manche Erneuerung. Mit den neuesten Anpassungen wurde das Haus ökologisch und ökonomisch an den heutigen Standard angepasst ohne den Charme der langen Geschichte zu verlieren. Herzstück ist die ganzflächige, ästhetisch ansprechend integrierte 27 kW starke Photovoltaikanlage, welche im Jahr rund 24’000 kWh produziert.

250'000 kWh/a Gleichstrom für den Trambetrieb der "Transports Publics Genevois", Genf

Kategorie C

Die Transports Publics Genevois (TPG) ist ein öffentliches Verkehrsunternehmen und betreibt im Kanton Genf Trams, Trolley- und Autobusse. Sie setzt vermehrt auf Elektromobilität. Mitte November 2019 installierte die TPG eine 335 kW starke PV-Anlage auf dem Fahrzeugdepot der TPG. Jährlich erzeugt diese PV-Anlage rund 250'000 kWh Gleichstrom. Dieser wird ohne Umwandlung zu 100% direkt für den Trambetrieb verwendet. Die Unterstation Plainpalais kann damit jährlich rund 11% des Energiebedarfs vom eigenen Dach decken.

Carport: 310’000 kWh/a Solarstrom, Ebikon/LU

Kategorie C

Das Unternehmen Schindler Aufzüge AG errichtete Ende 2018 auf bestehenden Carports eine 328 kW starke PV-Anlage. Dieses solaraktive Dach dient gleichzeitig als Wetter- und Hitzeschutz und verhindert, dass die Teerflächen aufgeheizt werden. Jährlich werden 310’000 kWh Strom erzeugt. Die gesamte Produktion wird auf dem Campus genutzt. Damit werden 5% des jährlichen Strombedarfs von 6’300’000 kWh des ganzen Areals gedeckt. Mit dem Solarstrom könnten 221 Elektroautos jährlich je 12’000 km CO2-frei fahren.