Anmeldung zur Verleihung des Europäischen & Schweizer Solarpreises 2026 am 29. und 30. Oktober 2026 in Mendrisio / Lugano.
Norman Foster Solar Award
Der Norman Foster Solar Award würdigt visionäre Projekte und Persönlichkeiten, die Architektur, Design und Solarenergie auf herausragende Weise verbinden – und gilt als eine der angesehensten Auszeichnungen an der Schnittstelle von Baukultur und erneuerbaren Energien. Benannt ist der Preis nach dem britischen Architekten Norman Foster, dessen Werk für technisch innovative, ästhetisch anspruchsvolle und energieeffiziente Architektur steht. Sein Engagement für nachhaltige Gestaltung macht ihn zu einem prägenden Vorbild für solare Baukultur.
Ausgezeichnet werden Menschen und Teams, die mit Mut, Ästhetik und technischem Können neue Massstäbe im solaren Bauen setzen. Der Norman Foster Solar Award schafft eine internationale Bühne für Ideen, die heute schon zeigen, wie Architektur im Einklang mit der Sonne funktionieren kann.
Der Preis soll inspirieren, motivieren und verdeutlichen, welche Chancen entstehen, wenn Energie und Gestaltung zusammengedacht werden – denn jedes visionäre Projekt bringt uns einer klimafreundlichen, intelligent gestalteten Zukunft ein Stück näher.
Letzte Gewinner:innen
Die Talstation der Stanserhornbahn in Stans ist ein Bauwerk mit starker historischer Prägung. Ihr Umbau zeigt beispielhaft, wie zeitgenössische Architektur den Dialog mit einem denkmalgeschützten Bestand führen kann, ohne dessen Eigenart zu schwächen. Jede Intervention an einem solchen Ort verlangt höchste Sensibilität, da Funktionalität, kulturelle Identität und städtebauliche Präsenz in einem engen Verhältnis stehen. Die architektonische Leistung liegt in der präzisen Balance zwischen Kontinuität und Innovation. Der Neubau in moderner Holzbauweise knüpft an die konstruktive Logik des Bestands an und übersetzt sie in eine zeitgemässe Formensprache. Die sorgfältige Ausbildung der Details, die rhythmische Gliederung der Fassaden und die handwerklich präzise Fügung verbinden vertraute Elemente mit einer klar erkennbaren Gegenwart.
Vorherige Gewinner:innen
Die reformierte 185% PlusEnergie-Kirche in Trin mit Baujahr 1491 ist ein leuchtendes Beispiel für einen nachhaltigen und umweltbewussten Energiehaushalt. Vor der Sanierung benötigte die Kirche 34‘960 kWh/a, nach der Sanierung noch 19‘900 kWh/a. Bei einer Eigenproduktion von 36‘800 kWh/a resultiert daraus ein CO2-freier Solarstromüberschuss von 16‘900 kWh/a und eine Eigenenergieversorgung von 185%. Die Trinser Kirche zeigt, wie religiöse Institutionen eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel und der damit verbundenen Zerstörung der Schöpfung einnehmen können. Mit der vorbildlichen Integration der Solarenergie unterstreicht die Kirche ihre tiefe Verbundenheit zur Natur und motiviert auch ihre Kirchenmitglieder und die Gesellschaft, aktiv für eine nachhaltige Zukunft einzutreten. Aus diesen Gründen verdient die reformierte Kirche den diesjährigen Norman Foster Solar Award – wir gratulieren!
Historische Gewinner:innen
Die denkmalgeschützte Marienkirche von Mollis ist durch die Sanierung und das perfekt gestaltete Solardach energetisch und optisch aufgewertet worden. Das markante Gebäude aus dem Jahr 1965 verbraucht dank Wärmedämmung und 3-fach verglasten Fenstern mit 33‘100 kWh nur noch 41% des früheren Energiebedarfs. Die vorbildlich integrierte Solaranlage auf dem riesigen Süddach liefert pro Jahr fast 50‘000 kWh Solarstrom, eineinhalb Mal mehr als die Kirche benötigt. Für die ästhetisch perfekte Sanierung erhält die Kirche den Norman Foster Solar Award 2023.
