Solarweg Ostschweiz

Am 26. August 2000 wurde der Solarweg Ostschweiz zwischen St. Gallen und der Hundwiler Höhi eröffnet. Der Solarweg Ostschweiz will einer breiten Bevölkerung die Möglichkeiten der praktischen Solarenergienutzung an konkreten Beispielen aufzeigen und diese erlebbar machen. Mit dem Solarweg haben wir erstmals eine Wanderroute zwischen zwei Innovationen realisiert, die mit dem Schweizer und Europäischen Solarpreis ausgezeichnet wurden. Die Wanderer werden für Fragen der Energieproblematik sensibilisiert und zur Eigeninitiative ermuntert. Jede Person, die dazu angeregt wird, erneuerbare Energien einzusetzen und Energie effizienter zu nutzen, leistet selbst einen Beitrag für unsere Umwelt.

Entlang der Route finden Sie eine Fülle von Informationen. Beachten Sie auch die folgenden pdf-Dokumente:
Die Route und ihre 14 "Solar-Stationen"
Auszug aus der Broschüre "Appenzellerland: Wandern 2006"
Kurzer Routenbeschrieb mit Postauto-Variante ab Stein/AR

1 Tröckneturm St. Gallen
Das Beispiel zeigt, dass schon in frühen Zeiten die Sonnenenergie verschiedentlich genutzt wurde. Die Stadt St. Gallen wurde 1996 mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet.

2 EMPA Gebäude St. Gallen
Schweizer und Europäischer Solarpreis 1996 für Industriearchitektur der EMPA. Strom aus der Sonne mit photovoltaischen Fassadenelementen.

3 Bahnhof St. Gallen-Haggen
Gesamtinformation zur Route Solarweg Ostschweiz.

4 Blatten
Solarenergie - alltäglich:
Rund 85 Prozent des Schweizer Energieverbrauchs basieren auf fossilen (Erdöl, Erdgas, Kohle) und atomaren Energieträgern (Kernbrennstoffe für die Atomkraftwerke). Die Schweiz besitzt keinen dieser Rohstoffe, sondern muss sie importieren. Trotzdem ist die Nutzung der Sonnenenergie alltäglich: Die Sonne löst den Kreislauf des Wassers aus (Verdunstung des Meereswassers, Wolkenbildung, Regen, ...) und füllt damit zum Beispiel Sitter und Urnäsch. Deren Wasser wird gefasst und dem Gübsensee zugeleitet. Von dort strömt es in Druckleitungen ins Kubelwerk, wo daraus elektrischer Strom produziert wird. Die Sonne spendet im Lauf eines Jahres pro Quadratmeter Boden soviel Energie wie 100 kg Heizöl. Diese Menge übertrifft den gesamten Energiebedarf des Landes um mehr als das Zweihundertfache!

5 Berg
Warmwasser und Heizung mit Sonnenenergie:
Die aktive Nutzung der Sonnenenergie mit einer Kollektorenanlage für die Warmwasseraufbereitung und die Raumheizung deckt im Sommerhalbjahr den gesamten Warmwasserbedarf. In der Übergangszeit reicht die Sonnenenergie auch noch für die Raumheizung. Erst in den kalten und sonnenärmeren Wintermonaten muss eine konventionelle Zusatzheizung zugeschaltet werden. Auf diese Weise können 15-50 % des Wärmebedarfs eines Gebäudes mit Sonnenenergie abgedeckt werden.

6 Bruggli
Prototyp einer solarbetriebenen Attraktion. Lernen durch spielen.
Ausführung: Lehrlingswerkstatt der Firma Huber + Suhner AG, Herisau
Eröffnung: Sommer 2001

7 Mettlen
Thermische Solaranlage im Selbstbau:
Mit fachlicher Unterstützung können alle interessierten Hausbesitzer ihre eigene Sonnenkollektorenanlage für die Warmwasseraufbereitung und die Raumheizung selber bauen, je nach dem eigenen handwerklichen Geschick, teilweise bis zur kompletten Anlage. Dabei werden die gleichen Qualitäts-Kollektoren und Komponenten benutzt, wie bei gekauften Anlagen. Bis ins Jahr 2000 haben die Appenzeller Selbstbaugruppen 60 Anlagen mit über 1000 m2 Kollektorenfläche gebaut.

Informationen über Selbstbaugruppen erhalten Sie hier:
Appenzellische Vereinigung zur Förderung umweltfreundlicher Energien
Postfach 1013
9102 Herisau
www.appenzellerland.ch
www.solarsupport.ch

8 Kochegg
Sonnenkollektoren für die Heubelüftung:
Diese nutzen die Sonnenenergie während der Monate Mai bis September, also in einer Zeitspanne mit hohem Sonnenenergieangebot. Sie machen die Heubelüftung schlagkräftiger und dadurch wetterunabhängiger, ohne zusätzlichen Energieverbrauch. In der Schweiz sind heute über 3000 Anlagen in Betrieb. Eine solarunterstützte Heubelüftung spart nicht nur Strom und Heizöl, sondern verkürzt auch die Trocknungszeit. Zudem wird die Futterqualität verbessert!

9 Stein, Schaukäserei
Backen Sie Ihre Käseschnitte im bis zu 400° heissen, mit Sonnenenergie betriebenen Backofen!

10 Wasserreservoir Stein
Blick über das Appenzellerland mit der höchsten Anzahl an Solaranlagen pro Kopf in der Schweiz. Auf dem Gebiet der Gemeinde Stein gibt es bereits eine grosse Anzahl von Anlagen zur aktiven Nutzung der Sonnenenergie (Stand Sommer 2000):
- 18 Sonnenkollektorenanlagen für Warmwasser oder Warmwasser / Heizungsunterstützung mit 355 m2 Kollektorenfläche
- 4 Photovoltaik (Solarstrom)anlagen, 16.5 kWp
- 12 solarunterstützte Heubelüftungen
Von diesem Standpunkt aus können Sie einige dieser Anlagen sehen.

Wissenswertes zum Wetter:
· Wie scheint die Sonne im Jahresverlauf?
· Vorteile und Möglichkeiten der Nutzung der Solarenergie am Beispiel eines durchschnittlich isolierten Einfamilienhauses.

11 Pfand
Solarenergie - so heiss!
Am häufigsten wird die Solarwärme für die Erwärmung des Brauchwassers sowie für die Gebäude- und Schwimmbadheizung genutzt. In jedem Gebäude und für jedes Schwimmbad lohnt es sich, die Solarenergie zu nutzen - wenn genügend Solarstrahlung vorhanden ist. Die Betriebstemperaturen variieren dabei von ca. 30° für die Heizung von Freiluftbädern bis ca. 80° für die Warmwasseraufbereitung. Moderne Kollektoren erreichen Wirkungsgrade von 30 bis 80 Prozent, d.h. dass bis zu 80 Prozent des einfallenden Sonnenlichts in nutzbringende Wärme umgewandelt werden können. (Zum Vergleich: Ein Automotor hat einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 20 Prozent.)

Werden höhere Temperaturen benötigt als für die Aufbereitung von Warmwasser oder für die Heizung, können die Solarstrahlen gebündelt werden: In einem Parabolspiegel wird die einfallende Solarstrahlung auf eine kleine Fläche konzentriert, womit sehr hohe Temperaturen erreicht werden können. In den Pyrenäen steht ein Versuchsreaktor, in welchem Temperaturen bis zu 3000° erreicht werden.

12 Unter der Höhi
Parkplatz vor dem Aufstieg auf die Hundwiler Höhi.
Gesamtinformation zur Route Solarweg Ostschweiz.

13 Müllershöhi
Wissenwertes zum Wetter
· Welches ist der sonnigste Monat auf dem Säntis?
· Was bewirkt eine Nordstaulage?
· Föhn = schön?

14 Hundwiler Höhi
Leben im Einklang mit der Natur. Das energieunabhängige Wohn- und Berggasthaus. 1995 ausgezeichnet mit einer Anerkennung des Schweizer Solarpreisgerichtes.

 

Projektleitungsgruppe:
twz Tourismus Werkstatt, Willy Ziltener, Crapera sot 7, 7078 Lenzerheide, T: 081 356 36 08, F: 081 356 36 09
SOLAR 91 (heute Solar Agentur Schweiz), Gallus Cadonau, Postfach 2272, 8033 Zürich, T: 044 252 40 04, F: 044 252 52 19
Appenzellische Vereinigung zur Förderung umweltfreundlicher Energien, Markus Rutsch, Rämsen, 9063 Stein AR, T: 071 367 15 12, F: 071 367 19 30
Raimund Hächler, Dipl. El. Ing. ETH, Ars Solaris, 7000 Chur, T: 081 353 32 23, F: 081 353 32 13

 

Wir danken für die tatkräftige Unterstützung durch:
Apenzellische Vereinigung zur Förderung umweltfreundlicher Energien
Appenzell A. Rh. Wanderwege VAW
Appenzeller Kantonalbank
EMPA, St. Gallen
Energie 2000
Huber + Suhner AG, Herisau
Jüstrich Ulrich AG, Walzenhausen
Kanton Appenzell A. Rh.
Kantonal st. gallische Wanderwege
Methrom Stiftung, Herisau
Optiprint AG, Rehetobel
Raiffeisen Jubiläumsstiftung
Schlegel Andreas, Solaranlagen, Hinterforst
SMA Meteo Schweiz
Stadt St. Gallen, Energiefonds
Swissolar Arbeitsgemeinschaft für Solarenergie
TISCA/TIARA Stiftung, Bühler
Varioprint AG, Heiden
Wagner AG, Waldstatt
Walter-Edison-Kruesi-Stiftung, Herisau