Schweizer Solarpreis 2016: Die Gewinner

An der 26. Verleihung an der OLMA wurden in Anwesenheit der Solarpioniere Dr. Prof. Bertrand Piccard und André Borschberg von Solar Impulse, des St. Galler Stadtrats Peter Jans, des Regierungsrats (SG) Marc Mächler und weiteren Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zum siebten Mal die Norman Foster Solar Awards sowie die PlusEnergieBau-Solarpreise vergeben. Mit der Vergabe des Prix Solaire du Monde (Weltsolarpreis) und des HEV-Sondersolarpreises wurde ebenfalls spezielles Engagement ausgezeichnet.

An der 26. Verleihung an der OLMA wurden in Anwesenheit der Solarpioniere Dr. Prof. Bertrand Piccard und André Borschberg von Solar Impulse, des St. Galler Stadtrats Peter Jans, des Regierungsrats (SG) Marc Mächler und weiteren Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zum siebten Mal die Norman Foster Solar Awards sowie die PlusEnergieBau-Solarpreise vergeben. Mit der Vergabe des Prix Solaire du Monde (Weltsolarpreis) und des HEV-Sondersolarpreises wurde ebenfalls spezielles Engagement ausgezeichnet.

Preis-Gewinner-Liste

Weltsolarpreis: André Borschberg und Prof. Dr. Betrand Piccard

Sondersolarpreise

An den Solar-Abenteurern Prof. Dr. André Borschberg und Bertrand Piccard führte in den letzten Jahren kein (Luft-)Weg vorbei. Ihr alle Rekorde brechender solarer Weltflug wurde von den nationalen und internationalen Medien genau verfolgt; von Almens bis Zimbabwe fieberten alle mit den Westschweizer Solarpionieren mit. Am 9. März 2015 starteten sie die Weltumrundung per Solarflugzeug «Solar Impulse 2», am 26. Juli 2016 erreichten sie nach 42'400 km ohne 1 Liter Sprit das Ziel Abu Dhabi. Bereits 2010 bewiesen Prof. Dr.

Persönlichkeiten: Beat Kämpfen, Solararchitekt, 8049 Zürich/ZH

Kategorie A

Beat Kämpfen steht mit seiner Firma «kämpfen für architektur» für moderne Solararchitektur und hat im In- und Ausland bereits zahlreiche Preise für seine innovativen Pionierprojekte gewonnen. Kaum ein anderer Architekt in Europa erkannte das Potential der gebäudeintegrierten Photovoltaik so früh wie er. Kämpfen vereint kompromisslos Ästhetik und Nachhaltigkeit mit Solararchitektur. Seine Inspiration findet er in der Herausforderung, Energieeffizienz, Ökologie und Solarenergie in Einklang mit hohen architektonischen Ansprüchen zu bringen.

Institutionen: Weisse Arena Gruppe, 7032 Laax/GR

Kategorie A

Seit 2011 realisiert die Weisse Arena Gruppe in Laax/GR verschiedene Massnahmen, um das weltweit erste sich selbstversorgende Winterresort zu werden. Highlight im Jahr 2015 war die Inbetriebnahme der fünften, ästhetisch ansprechenden Sesselbahnstation mit perfekt integrierter PV-Fassadenanlage, die sich harmonisch in die prachtvolle winterliche Berglandschaft einfügt.

Institutionen: Fondation Antenna Technologies, OOLUX, 1207 Genf

Kategorie A

Weltweit haben ca. 1.5 Mrd. Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. Die betroffenen Haushalte sind auf ineffiziente oder teure Lichtlösungen angewiesen. Dies wirkt sich auf wichtige Lebensbereiche wie Arbeit, Lernen und soziale Kontakte negativ aus. Mit wachsender Bedeutung der Mobiltelefonie nimmt die Benachteiligung von Menschen ohne Stromanschluss noch zu.

Institutionen: «Schweiz aktuell»: Fundierte Energieinformationen

Kategorie A

Bereits seit den 1980er-Jahren nimmt die Sendung «Schweiz aktuell» ihren Informationsauftrag wahr und berichtet regelmässig über energieeffizientes Bauen und Solarenergie. Auch über Baustandards wie «Minergie» und Elektromobilität – z.B. die «Tour de Sol» – informiert «Schweiz aktuell» detailliert, während vergleichbare Informationen in anderen Medien oft fehlen. Eine ausführliche, kluge Berichterstattung über Solararchitektur und erneuerbare Energien ist wichtig, um Vorurteilen mit Sachinformationen zu begegnen.

1. Norman Foster Solar Award: 117%-PEB-MFH-Gesamtüberbauung ABZ, 8038 Zürich

Kategorie LNFSA

Anstelle einer Sanierung der fast 100-jährigen Altbauten mit 54 Wohnungen entschied sich die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) für einen Ersatzneubau. Bei der Planung der Mehrfamilienhäuser (MFH) standen Kriterien bezüglich Sozialverträglichkeit, Ökologie und Effizienz im Umgang mit Wohnfläche und Energieverbrauch im Vordergrund. Die ästhetisch vorbildlich und ganzflächig integrierten PV-Anlagen weisen eine Leistung von 556 kW auf und erzeugen 466’300 kWh/a.

2. Norman Foster Solar Award: 114%-PEB-San. Crèche de Châteaubriand, 1204 Genf

Kategorie LNFSA

Um die Platzzahl der Kinderkrippe Châteaubriand im Quartier Pâquis/GE zu erhöhen, stockte die Stadt Genf das 2005 erstellte Gebäude auf. Der Gesamtenergiebedarf beträgt 67'200 kWh/a. Die südlich orientierte PV-Anlage erzeugt 76'800 kWh/a und erzielt dazu noch einen Überschuss von 14%. Die erste PlusEnergie-Kinderkrippe der Schweiz weist eine Solarenergieversorgung von 114% ihres Energieverbrauchs auf. Der Solarüberschuss wird ins öffentliche Netz eingespeist.

2. Norman Foster Solar Award: Energieautarkes MFH Unterdorfstr., 8311 Brütten

Kategorie LNFSA

In Brütten/ZH entstand 2016 ein einzigartiges Pionierprojekt. Die Umwelt Arena AG realisierte ein energieautarkes Mehrfamilienhaus ohne Netzanschluss oder externe Energiequellen. Für die Energieversorgung des MFH von 92’000 kWh/a sorgen hocheffiziente und perfekt dachintegrierte monokristalline Photovoltaikmodule. Die Dünnschichtzellen sind fassadenintegriert. Um den Spagat zwischen hohem Winterverbrauch und hoher Sommerproduktion zu bewältigen, steht eine Power-to-Gas-Anlage zur Verfügung. Sie wandelt den Strom in Wasserstoff um.

NFSA-Diplom: 232%-PEB-DEFH Baur, 3049 Säriswil/BE

Kategorie LNFSA

Das Doppeleinfamilienhaus Baur in Säriswil/BE hat dank der vorbildlichen Passivhausbauweise und einer guten Minergie-P-Wärmedämmung einen tiefen Gesamtenergiebedarf von 11’500 kWh/a. Die 25.7 kW starke PV-Dachanlage produziert 26’600 kWh/a. Damit weist das Gebäude einen Eigenenergieversorgungsgrad von 232% auf und speist 15’100 kWh/a Solarstromüberschüsse ins öffentliche Netz ein. Damit können zehn Elektroautos je 12’000 km pro Jahr CO2-frei fahren.

1. PEB-Solarpreis: 345%-PEB-Sanierung Anliker, 3416 Affoltern i.E./BE

Kategorie PEB

Das 1765 errichtete Glaserhaus in Affoltern im Emmental/BE veranschaulicht, wie sich Tradition, Moderne, Nachhaltigkeit und Ästhetik ergänzen und das Ortsbild erheblich aufwerten. Das während Jahren grösstenteils unbewohnte, 251 Jahre alte Holzhaus erstrahlt seit seiner Renovierung im Jahr 2015 als Doppeleinfamilienhaus in neuem Glanz. Die originale, einzigartige Fensterfront mit Holzsprossen konnte dank grosszügiger Dämmung des restlichen Hauses kompromisslos in seiner ursprünglichen Pracht und Schönheit erhalten werden.

2. PEB-Solarpreis: 349%-PEB-DEFH Hinter Musegg, 6004 Luzern

Kategorie PEB

Die Stiftung Kultur und Lebensraum Musegg hat ihr Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung in die Praxis umgesetzt und den alten Stadtbauernhof Hinter Musegg in Luzern, ehemals ein Einfamilienhaus, in ein Doppeleinfamilienhaus mit einer Sommerbeiz umgebaut. Vor der Sanierung konsumierte das EFH inklusive landwirtschaftlichem Betrieb 41’000 kWh/a. Dank Wärmedämmung, effiziente Haushaltgeräte und LED-Lampen sank der Gesamtenergiebedarf um 47% auf 21’900 kWh/a. Die vorbildlich ganzflächig integrierte, 92 kW starke PV-Anlage erzeugt 76’500 kWh/a.

3. PEB-Solarpreis: 265%-PEB-EFH-Sanierung Peter/Glücki, 3600 Thun/BE

Kategorie PEB

Das 1930 in Thun errichtete Einfamilienhaus wies vor der Sanierung einen Gesamtenergiebedarf von 35’900 kWh/a auf und war ein Paradebeispiel dafür, wie Hauseigentümer das Geld für Heizkosten «zum Fenster hinauswerfen». Dank dem Erneuerungskonzept mit umfassender Wärmedämmung, energieeffizienten Haushaltsgeräten inkl. Wärmepumpen-Heizung konnte der Energiebedarf um 80% auf 7’100 kWh/a reduziert werden. Die optimal ganzflächig im Dach integrierte Photovoltaikanlage produziert jährlich 18’700 kWh. Damit weist der PlusEnergieBau einen Eigenenergieversorgungsgrad von 265% auf.

HEV-Sondersolarpreis: 160%-PEB-EFH-San. Bachstrasse, 8267 Berlingen/TG

Kategorie B

Das 1974 erstellte Einfamilienhaus der Familie Meier wurde 2015 etappenweise saniert. Vor der Sanierung verbrauchte es 29’400 kWh/a. Dank der erneuerten Gebäudehülle, dem Ersatz der Elektrospeicherheizung aus den 1970er Jahren durch eine Erdsonden-Wärmepumpen-Heizung und einem Wärmepumpen-Boiler sank der Gesamtenergiebedarf um 70% auf 8’800 kWh/a. Die ästhetisch gut integrierte, 17 kW starke PV-Anlage auf dem Nord-Süd-Giebeldach erzeugt 14’000 kWh pro Jahr und deckt damit 160% des Eigenenergiebedarfs.

PEB-Diplom: 265%-PEB-EFH-Ersatzneubau Rimer, 6034 Inwil/LU

Kategorie PEB

Das neu erstellte Einfamilienhaus in Inwil/LU konsumiert jährlich 10’900 kWh. Die 30 kW starke PV-Anlage auf dem Ost-West-Giebeldach erzeugt 25’300 kWh/a. Zusätzlich decken Solarthermie-Vakuumröhren an den Balkon-Brüstungen einen Teil des Wärmebedarfs. Insgesamt produzieren beide Anlagen 28’900 kWh/a, wodurch das Gebäude zum PlusEnergieBau mit einem Überschuss von 18’000 kWh/a wird und eine Eigenenergieversorgung von 265% aufweist.

PEB-Diplom: 204%-PEB-Büro/Gewerbe Kunz, 8272 Ermatingen/TG

Kategorie PEB

Der PlusEnergieBau (PEB) Kunz in Ermatingen/TG beherbergt eine Logistikhalle für die ansässige Baufirma und ein Bürogebäude. In letzterem befinden sich die Administration der Baufirma, ein Architekturbüro und eine Immobilienfirma. Zwei zusammen insgesamt 142 kW starke PV-Anlagen produzieren 114’800 kWh/a: eine auf dem Flachdach und eine auf dem nach Ost-West ausgerichteten Dach des Bürogebäudes. Dank Wärmerückgewinnung, energieeffizienten Geräten und LED-Beleuchtung weist der Gewerbebaubetrieb einen relativ niedrigen Gesamtenergiebedarf von 56’300 kWh auf.

PEB-Diplom: 169%-PEB-EFH Thommen, 3625 Heiligenschwendi/BE

Kategorie PEB

Das Einfamilienhaus Thommen in Heiligenschwendi/BE auf 1’000 m ü.M. wurde 1981 erbaut und 2015 umfassend saniert. Vor der Sanierung konsumierte das Gebäude 70’900 kWh/a. Dank Wärmedämmung, LED-Beleuchtung und energieeffizienten Haushaltgeräten reduzierte sich der Energiebedarf um 85% auf 10’900 kWh/a. Auf dem südorientierten Dach befinden sich ganzflächig integrierte, monokristalline Solarschindeln, welche jährlich rund 18’400 kWh Strom produzieren. Sie verhelfen dem EFH zum PlusEnergieBau (PEB).

PEB-Diplom: 158%-PEB-EFH-Sanierung Hug, 7018 Flims/GR

Kategorie PEB

Das 1962 erstellte Ferienhaus in Flims/GR konsumierte vor der Sanierung 44’000 kWh/a; 80% davon entfielen auf die Ölheizung, welche mit einer solarbetriebenen Wärmepumpe ersetzt wurde. Das Gebäude zeichnet sich durch eine gute Wärmedämmung aus. Dadurch benötigt es nur noch 12’000 kWh/a oder 27% des ursprünglichen Energiebedarfs. Mit der 22-kWp-PV-Dachanlage erreicht der PlusEnergieBau (PEB) eine Eigenenergieversorgung von 158%.

PEB-Diplom: 157%-PEB-EFH-San. Hertl/Huber, 4934 Madiswil/BE

Kategorie PEB

Das Einfamilienhaus (EFH) in Madiswil/BE, welches während zwei Jahren praktisch in Eigenarbeit saniert wurde, konsumierte vor der Sanierung 33’100 kWh/a. Dank guter Wärmedämmung mit einheimischem, nachwachsendem Hanf und Lehm sank der Gesamtenergiebedarf um fast die Hälfte auf 18’500 kWh/a. Aussergewöhnlich sind die perfekt in das 200-jährige Haus integrierten Solaranlagen. Eine 15 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich 16’800 kWh. Thermische Sonnenkollektoren produzieren 12’200 kWh/a.

PEB-Diplom: 155%-PEB-EFH Bottinelli-Croce, 6516 Cugnasco/TI

Kategorie PEB

In Cugnasco-Gerra/TI in der Magadinoebene erstellte die Familie Bottinelli-Croce ihr PlusEnergie-Einfamilienhaus (PEB-EFH). Die Aussenhülle besteht aus den drei Elementen Holz, Metall und PV. Die 88 m2 grosse und 15 kWp starke PV-Anlage auf dem Dach produziert 17'500 kWh Solarstrom pro Jahr. Dank Wärmepumpe, effizienten Haushaltsgeräten, 80% LED-Beleuchtung und Minergie-P-Wärmedämmung mit U-Werten von 0.09-0.10 W/m2K weist der Neubau einen niedrigen Gesamtbedarf von 11'300 kWh/a auf. Das PEB-EFH erreicht damit eine Eigenenergieversorgung von 155%.

PEB-Diplom: 145%-PEB Comm. des Chiff. d'Emmaüs, Carouge/GE

Kategorie PEB

Die gemeinnützige Organisation Emmaüs setzt sich für Menschen in präkeren Situationen ein und widmet sich verschiedenen humanitären In- und Auslandsprojekten. Nachhaltige Entwicklung ist ein selbsterklärtes Ziel der Organisation. Im Herzen der Stadt Carouge/GE wurde Herbst 2015 deshalb die 178 kW starke PV-Anlage auf dem Dach des Hauptsitzes eingeweiht. Die  dachbündig schön integrierte Ost-West Anlage produziert eine jährliche Solarstrommenge von 161'700 kWh. An der Gebäudehülle wurden die Fester saniert, aber an den Fassaden erfolgten kaum wesentlichen Änderungen.

PEB-Diplom: 143%-PEB Soleol SA, 1470 Estavayer-Le-Lac

Kategorie PEB

Der neue Hauptsitz der Soleol SA ist ein wahres Kraftwerk für erneuerbare Energien. Soleol erbaute die erste PlusEnergieBau-Fabrik der Romandie. Die gut integrierte PV-Fassade des Büroanbaus erzeugt mit 33.2 kWp rund 13'200 kWh/a. Die 184 kW starke und optimal eingebaute PV-Dachanlage erzeugt zusammen mit den transparenten PV-Geländer auf dem Dach jährlich 209'500 kWh. Hinzu kommen die solar überdachten Parkplätze, um die Teslafahrzeuge aufzuladen. Ein solarbetriebener Lift rekuperiert beim Hinunterfahren Strom. Alle Solaranlagen zusammen produzieren 234‘700 kWh/a.

PEB-Diplom: 137%-PEB-EFH Wyssmüller/Aebi, 3600 Thun/BE

Kategorie PEB

Die Familie Wyssmüller/Aebi hatte das Ziel, ein Low-Tech-Haus mit natürlichen Baumaterialen zu erstellen. Mit dem in einen Steilhang eingebetteten Holzelementbau in Thun/BE ist dies sowohl in architektonischer als auch energetischer Hinsicht gelungen. Das Einfamilienhaus (EFH) verfügt über eine 19.8 kW starke, ganzflächig integrierte PV-Dachanlage mit einer Jahresproduktion von 18’500 kWh. Den Heizenergiebedarf von 7’200 kWh pro Jahr decken ca. 4 m3 Holz vom eigenen Waldgebiet. Der Gesamtenergiebedarf des PlusEnergie-EFH beträgt 13’500 kWh.

PEB-Diplom: 133%-PEB-San. Höcklistein Wein&Sein, 8645 Jona/SG

Kategorie PEB

Das heutige Weinverkaufslager mit Restaurant entstand 2015 in Jona/SG aus einem früheren Kuhstall. Dank der vorbildlichen Wärmedämmung und der innovativen Haustechnik benötigt das Gebäude heute bloss 18’400 kWh/a für die gesamte Energieversorgung. Die 126 m2 grosse PV-Anlage erzeugt 21’300 kWh/a. 9 m2 thermische Sonnenkollektoren liefern zusätzlich 3’200 kWh/a Wärmeenergie. Insgesamt weist das sanierte Weingut Höcklistein Wein&Sein somit eine Eigenenergieversorgung von 24’400 kWh/a oder 133% auf. Dabei hat die Scheune ihren ursprünglichen rustikalen Charakter nicht verloren.

PEB-Diplom: 131%-PEB-EFH-Sanierung Züst, 9038 Rehetobel/AR

Kategorie PEB

Das 100-jährige Einfamilienhaus (EFH) von Walter Züst in Rehetobel/AR wurde im Jahre 2015 umfassend erneuert. Dank der Wärmedämmung und energieeffizienten Haushaltgeräten reduzierte sich der Gesamtenergiebedarf auf 4’600 kWh/a. Aufgrund des Kreuzgiebels befindet sich die PV-Anlage nicht auf dem Dach, sondern an der bestehenden Stützmauer und auf dem Wiesenbord. Die 5-kW-PV-Anlage erzeugt 5’100 kWh/a. Die dachintegrierten thermischen Sonnenkollektoren steuern 900 kWh/a bei. Insgesamt weist das PlusEnergie-EFH damit eine Eigenenergieversorgung von 6’000 kWh/a oder 131% auf.

PEB-Diplom: 128%-PEB-Doppelfamilienhaus Fent, 9500 Wil/SG

Kategorie PEB

Das Doppelfamilienhaus (DFH) in Wil/SG ist ein weiterer PlusEnergieBau (PEB) des Architekturbüros Fent. Dank der Minergie-P-Dämmung ist der Energieverbrauch mit 9’700 kWh/a niedrig. Eine technische Neuheit ist die 7.7 kW starke Fassadenanlage, die zusammen mit der PV-Dachanlage 12’400 kWh/a erzeugt und zur 128%-Eigenenergieversorgung des DFH beiträgt. Die elektrische und thermische Energie der multifunktionalen Fassade versorgten die Haustechnik und den Gesamtenergiebedarf.

PEB-Diplom: 118%-Jugendstil-PEB-MFH Culmannstr., 8006 Zürich

Kategorie PEB

Die PEB-Sanierung des 1908 in Zürich erbauten Jugendstil-Mehrfamilienhauses (MFH) zeichnet sich durch eine ganzflächige solare Dach- und Ost-West-Fassadennutzung aus. Das historische Walmdach mit den Quergiebeln, Gauben, Dachfenstern und dem Türmchen weist insgesamt 19 unterschiedlich geneigte, fein gegliederte Dach- und Fassadenflächen auf. Ziel der Bauherrschaft war, das nach Ost-West ausgerichtete MFH ohne Eingriffe in die historische Jugendstilarchitektur in einen PlusEnergieBau zu verwandeln.

PEB-Diplom: 112%-PEB-Supermarkt Migros, 9524 Zuzwil/SG

Kategorie PEB

Die Migros-Filiale in Zuzwil/SG ist der erste Supermarkt der Schweiz, welcher seinen gesamten Energiebedarf zu mehr als 100%, auch saisonal, selbst deckt. Die nach Südwesten und Südosten orientierte, 279 kW starke PV-Anlage produziert 257’700 kWh/a. Dies ist 12% mehr als der gesamte Energiebedarf von knapp 229’500 kWh/a. Der PlusEnergie-Supermarkt weist somit einen Eigenenergieversorgungsgrad von 112% auf. Energieeffiziente Geräte, LED-Lampen, modernste klimafreundliche CO2-Kältetechnik mit saisonaler Nutzung der Abwärme zur Gebäudeheizung ermöglichen diese positive Energiebilanz.

PEB-Diplom: 105%-PEB-DEFH-San. Mösle, 6274 Eschenbach/LU

Kategorie PEB

Die Familie Mösle sanierte ihren Altbau mit zwei Wohnungen in Eschenbach/LU. Das Doppelfamilienhaus (DFH) weist heute eine positive Energiebilanz auf. Die 27 kW starken PV-Dachanlagen und die Solarkollektoren an den Balkonbrüstungen produzieren jährlich 36’600 kWh. Damit decken sie 105% des Eigenenergiebedarfs von 34’700 kWh/a. Der hohe thermische Bedarf ergibt sich aus der suboptimalen Wanddämmung mit hohen U-Werten. Aus ästhetischen Gründen wollte der Bauherr das 1981 erstellte Zweischalenmauerwerk mit Sichtbackstein und 10 cm Flumroc-Isolation nicht verändern.

PEB-Diplom: 125%-PEB-EFH Huser-Vetterli, 8264 Eschenz/TG

Kategorie PEB

Die Familie Huser-Vetterli errichtete im Jahr 2002 in Eschenz/TG den ersten PlusEnergieBau im Kanton Thurgau. Die Finanzierung der PV-Anlage wurde im Hinblick auf die Plusenergiebilanz durch die Solargenossenschaft Frauenfeld namhaft unterstützt. Ziel des Projekts war ein möglichst ökologischer Neubau. Deshalb wurde nach dem dazumal strengsten Minergie-Standard gebaut. Baumaterialien waren zum grössten Teil rezykliert. Diese Massnahmen und der Einsatz einer Wärmerückgewinnungsanlage halten den Energiebedarf für damalige Standards mit 4’700 kWh/a tief.

PEB-Diplom: 106%-PEB Ekkharthof, 8280 Kreuzlingen/TG

Kategorie PEB

Das Heilpädagogische Zentrum Ekkharthof in Kreuzlingen wurde 2006 erbaut. Neben der Schulung behinderter Kinder und Jugendlicher stehen auch alternative Behandlungsmethoden im Zentrum. Der zweite PlusEnergieBau im Kanton Thurgau wurde auch tatkräftig von der Solargenossenschaft Frauenfeld unterstützt. Für die Wärmeversorgung sorgen eine solarbetriebene Wärmepumpe und drei Erdwärmesonden. Der Energiebedarf beträgt rund 33’100 kWh/a. Die 30 kW starke PV-Dachanlage produziert rund 35’000 kWh/a. Damit wurde der Ekkharthof zu einem PlusEnergieBau mit einer Eigenenergieversorgung von 106%.

Neubauten: Solares Mehrfamilienhaus Aescherstrasse, 4054 Basel

Kategorie B

Das 2015 erbaute Siebenfamilienhaus in Basel-Stadt steht in einer gefragten Wohngegend. Es konsumiert jährlich 23’500 kWh und produziert mit monokristallinen Solarzellen und vollflächig integrierter PV-Dachanlage 13’700 kWh/a. Der Neubau erreicht dank guter Wärmedämmung, Komfortlüftung und Wärmerückgewinnungsanlage einen Eigenenergieversorgungsgrad von rund 58%. Trotz modernen Designs passt der Neubau in die städtische, bisher eher traditionell gehaltene Reihenhauszeile und verleiht ihr einen spannenden Gesamteindruck.

Neubauten: Solares Mehrzweckgebäude, 1202 Genf/GE

Kategorie B

Mit dem Mehrzweck-Ersatzneubau im Parc des Cropettes/GE erstellte die Stadt Genf ein goldenes Beispiel für städtisches Miteinander unter einem (Solar-)Dach. Eine Schule inklusive Restaurant, Turnhalle, Musik- und Aufenthaltsräume wurden auf eine Energiebedarfsfläche von rund 2‘300 m² zusammengelegt.  Auf dem Dach wurde eine 50 kW starke PV-Anlage und Solarkollektoren installiert. Zusammen produzieren diese Solaranlagen 62‘600 kWh/a Energie. Sie generieren Warmwasser und Solarstrom für den Betrieb einer geothermischen Wärmpumpe mit sieben Erdwärmesonden.

Neubauten: Mehrfamilienhaus Chrüzmatte, 6287 Aesch/LU

Kategorie B

Das Mehrfamilienhaus (MFH) Chrüzmatte in Aesch/LU umfasst zehn behindertengerechte Wohnungen. Auf der Nord- und der Südseite des Daches ist eine 50 kW starke PV-Anlage installiert, die jährlich rund 39’400 kWh produziert – etwa 30% davon auf dem Norddach. Das Prunkstück ist die speziell entworfene 12-kW-PV-Anlage an der Westfassade des Gebäudes, die rund 6’500 kWh produziert. Die Paneele wurden mittels Siebdruck laminiert, um die Holzlattenstruktur der Fassade aufzunehmen. Je nach Lichteinfall ist kein Unterschied zwischen Holzfassade und Solarmodulen erkennbar.

Sanierungen: 131%-PEB-MFH-San. Gerber, 3612 Steffisburg/BE

Kategorie B

Mit der vorbildlichen Sanierung und Verdichtung des ehemaligen Einfamilienhauses (EFH) zu einem Mehrfamilienhaus (MFH) mit drei Wohnungen in Steffisburg/BE konnte der Gesamtenergieverbrauch auf einen Drittel reduziert werden. Vor der Sanierung konsumierte das EFH 51’300 kWh/a. Dank der Wärmedämmung und dreifach verglasten Fenstern konnte der Gesamtenergiebedarf trotz der um über 300% vergrösserten Energiebezugsfläche auf 16’200 kWh/a gesenkt werden; die Energiekennzahl sank sogar um den Faktor 10!

Sanierungen: Berggasthaus Etzel-Kulm, 8835 Feusisberg/SZ

Kategorie B

Das Berggasthaus Etzel-Kulm in Feusisberg/SZ wurde im Jahr 1965 erstellt und konsumierte vor der Sanierung insgesamt 204’700 kWh/a. Dank der besseren Wärmedämmung reduzierte sich der Gesamtenergiebedarf auf 91’200 kWh/a. Die 44 kW starke PV-Anlage erzeugt 35’800 kWh/a. Insgesamt weist das Berggasthaus damit eine Eigenenergieversorgung von 39% auf. Inmitten der schönen Berglandschaft vereint die vorbildliche, dachintegrierte PV-Anlage Tradition und Moderne auf harmonische Weise und beweist das grosse Engagement der Genossenschaft Hoch-Etzel für einen nachhaltigen Umgang mit Energie.

Sanierungen: 95%-DWHG und Doppelkindergarten, 7000 Chur/GR

Kategorie B

Mitten in Chur befindet sich seit kurzem ein Niedrigenergie-Gebäude-Komplex mit Doppelkindergarten und zwei Dachwohnungen (DWHG). Mit der energetischen Sanierung und einem innovativen Wärmeverbundkonzept mit dem angrenzenden Mehrfamilienhaus (MFH) mit drei Familien schlägt die Stadt Chur den Weg in Richtung Energiewende ein. Auf dem Dach befindet sich eine kombinierte PV- und thermische Anlage. Sie deckt den Eigenenergiebedarf mit 28’300 kWh/a zu 95%.

Energieanlagen: 5.76-MW-Solarareal Riverside, 4528 Zuchwil/SO

Kategorie C

Die 5.76 MW starke PV-Anlage auf der 50-jährigen Industriehalle in Zuchwil/SO ist von ihrer Grösse, Konstruktion und Integration her einzigartig. Die 22’000 PV-Module erstrecken sich über eine Fläche von fünf Fussballfeldern. Mit den erzeugten 4.7 GWh/a Solarstrom könnte der gesamte Privatverkehr einer Kleinstadt mit 3’350 Elektroautos CO2-frei betrieben werden. Die PV-Anlage wurde Ende September 2015 in Betrieb genommen. Sie bildet mit der Industriehalle eine homogene Einheit und ermöglicht eine fortlaufende Sanierung des darunter liegenden Daches.